HSV Hochfranken 2 – TV Ebern 28:24 (12:10)

Zum letzten Saisonspiel scharrte Meistercoach Hippeli alle 16 Mannen zusammen, die nach der langen und harten Saison noch laufen und werfen konnten. Auch die aktuellen Spritpreise, lädierte Bänder oder eine gebrochene Nase waren kein Grund sich die längste Auswärtsfahrt der Saison entgehen zu lassen. Stammfahrer des Handballbuses, bester Einparker Eberns und Handball-Urgestein Franz Weis startete im Tor und hexte bis zur Halbzeitpause wie gewohnt die Bälle des Heimteams aus dem Kasten. Auf dem Feld sollten vor allem die Spieler Spielzeit erhalten, die in den letzen Spielen oft auf der Bank Platz fanden. So starteten unter anderem die junge Garde bestehend aus J. Senff (Linksaußen), Poli (Rechtsaußen), P. Holst (Kreis) und Klehr (Mitte). In der Offensive war zu erkennen, dass die Eingespieltheit etwas fehlte, denn viele Bälle wurden in der Wurfvorbereitung fallen gelassen oder es wurden Fehlpässe gespielt. Auch der starke gegnerische Keeper war mit seiner Spannweite schwer zu bezwingen. In der Abwehr wiederum war zu erkennen, dass bei dem ein oder anderen ein bisschen die Spritzigkeit – oder noch 1-2 Klöße für mehr Robustheit – fehlte. Weis im Tor hielt die Mannschaft jedoch im Spiel, auch wenn bis Minute 12 nur zwei Tore erzielt werden konnten. Gerade als man besser ins Spiel kam und Weiß in Minute 15 zum 5:5 traf, erhielt dieser beim Zurücklaufen völlig überraschend eine Zeitstrafe. Hochfranken nutze die Überzahl um wieder in Führung zu gehen, Ebern konnte diese aber bis zur Halbzeit durch den Wechsel auf ihre Stammformation auf zwei Tore begrenzen. Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal hitzig: Radek, der sein letztes Spiel für Hochfranken bestritt, traf mit einem Schlag Aumüller, woraufhin dieser ihn schubste und dadurch eine Rangelei enstand. Regeltechnisch war mit einer Bestrafung für Radek und Aufmüller zu rechnen. Bei ersterem wäre je nach Auslegung auch die rote Karte möglich gewesen, was einen großen Einfluss auf das Spiel gehabt hätte, da Radek die Fäden für die Porzellanstädter in der Hand hielt. Bestraft wurde jedoch Nico Senff, der während der Szene einige Meter entfernt stand und weder verbal noch körperlich in das Geschehen eingriff. Zudem erhielt Hochfranken einen Siebenmeter. Der TVE wollte sich davon jedoch nicht entmutigen lassen und startete motiviert in Durchgang zwei. Aumüller und Weiß brachten den TV bis auf 13:12 heran. Dann schlich sich jedoch wieder der Schlendrian ein, Elmar Geuß mit traumhaften Winkeln auf Linksaußen wurde mehrmals ignoriert. Stattdessen wurden schwierige Würfe gewählt, die jedoch allesamt über das Tor gingen oder vom Keeper entschärft wurden. Ebern wurde von mehreren überharten, aber unbestraften Aktionen aus dem Konzept gebracht. Hochfranken zog somit bis auf 21:14 davon. Ebern kämpfte sich zwar noch auf 4 Tore heran, als Elmar Geuß jedoch in Minute 57 eine höchst fragwürdige Zeitstrafe sah, die sich kein Beteiligter so wirklich erklären konnte, war der Ausgang des Spiels in Stein gemeißelt. Die Niederlage schmerzte jedoch nur kurz, da die Freude über die nun startende Sommerpause und die lang ersehnte Rückkehr in die Bezirksoberliga überwiegt. Erfreulich war auch, dass Büchner, der aufgrund seines jugendlichen Alters bisher nur mit Trainigsbeteiligung glänzen durfte, nun kurz nach seinem Geburtstag sein erstes Spiel für die Jungs aus der Wildschweinstadt bestritt und sich gut einfügte.

Für Ebern spielten: Weiß 9, Nembach 5, E. Geuß 4, Aumüller 2, W. Geuß 1, J. Senff 1, Klehr 1, P. Holst, Mattern, Büchner, Poli, N. Senff, L. Geuß; Ospel, Schad, Weis